Tschira-Forum an der TUM eröffnet

 

Am 13. April 2018 wurde das Tschira-Forum, ein repräsentativer Veranstaltungssaal im 4. Obergeschoß der Technischen Universität München (TUM), feierlich eröffnet. Seit der Fertigstellung im Jahre 1916 ist der „Thiersch-Turm“, auch „Uhrenturm“ genannt, das Wahrzeichen der heutigen TUM. Für Präsident Wolfgang A. Herrmann repräsentiert er die „Seele der Universität“. Anlässlich ihres 150-jährigen Jubiläums hat die TUM das Baudenkmal an der Gabelbergerstraße mit großzügiger Unterstützung der Klaus Tschira Stiftung restauriert und umgestaltet.

Forschung zur Therapie neuropsychiatrischer Erkrankungen am ZI

Mit modernster Technik untersuchen Neurowissenschaftler am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI)  in Mannheim, wie sich Medikamente und Therapien auf das Gehirn auswirken – um die Behandlung von Patienten zu verbessern. Warum wird ein Mensch dement? Wieso entwickelt er eine Sucht? Oder eine Schizophrenie? Ein Blick ins Gehirn kann dabei helfen, zu verstehen, wie neuropsychiatrische Erkrankungen entstehen – und sich besser behandeln lassen. Die KTS fördert am ZI neueste Verfahren, um Vorgänge im Gehirn sichtbar zu machen, mit rund sechs Millionen Euro. Sie ermöglicht die Anschaffung eines sogenannten Zyklotrons sowie die Ausstattung des dazugehörigen radiochemischen Labors. Das ZI plant, das Zyklotron und das radiochemische Labor 2021 in Betrieb zu nehmen.

Klaus Tschira Boots Fund

Die Klaus Tschira Stiftung fördert gemeinsam mit der German Scholars Organization e.V. die nächste akademische Generation durch den „Klaus Tschira Boost Fund“. Der Klaus Tschira Boots Fund richtet sich an Wissenschaftler in den Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik, die ihre Forschung und Karriere flexibler gestalten möchten.

In dem Programm werden unabhängige Fördergelder zur Schaffung von Freiräumen für eigene, riskantere sowie interdisziplinäre Projekte vergeben. Die Nachwuchswissenschaftler werden beim Aufbau eines Netzwerkes unterstützt und gezielt begleitet und beraten bei der professionellen und persönlichen Weiterentwicklung.  Das Programm richtet sich an deutsche und internationale Postdocs in den Naturwissenschaften, der Mathematik und Informatik an Hochschulen (Universitäten und Fachhochschulen) und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland. In der zweijährigen Pilotphase des Programms werden zehn bis zwölf WissenschaftlerInnen mit je bis zu 80.000 Euro gefördert. Die Antragstellung erfolgt über die Hochschulen bzw. außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Klaus-Tschira-Medaille

Die Klaus Tschira Stiftung und die Gesellschaft für Informatik haben 2018 zum ersten Mal die Klaus- Tschira-Medaille verliehen. Die Klaus-Tschira-Medaille für Verdienste um die Informatik wird an Persönlichkeiten verliehen, die durch ihre Arbeiten in Anwendungsgebieten unterschiedlicher Art (Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Kunst usw.) Anregungen zur Weiterentwicklung der Informatik und ihrer Methoden gegeben haben. Erster Preisträger ist Frieder Nake, der die Wechselwirkungen zwischen der Informatik einerseits und künstlerischen und gesellschaftspolitischen Prozessen andererseits frühzeitig und nachhaltig erforscht und dokumentiert hat. Die Klaus-Tschira-Medaille ist nicht dotiert. Die Preisträger können vorgeschlagen werden. Vorschlagberechtigt sind sowohl natürliche Personen als auch Institutionen, Hochschulen und Unternehmen. Die Entscheidung über die Vergabe trifft das „Kuratorium der Klaus-Tschira-Medaille“. Die Medaille wird alle zwei Jahre ausgeschrieben (gerade Zahlen).