13. September 2021

„Schlau miteinander in die Zukunft“ erhält das KIMI-Siegel für Vielfalt

Heidelberg. Einmal pro Jahr wählen die KIMI-Jurys (https://kimi-siegel.de/), bestehend aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, aus der großen Anzahl an Neuerscheinungen von Kindern und Jugendbüchern diejenigen aus, die bunt und fröhlich, realistisch und fantasievoll, vor allem aber beiläufig vielfältig und ohne Klischees und diskriminierenden Zuschreibungen aus der Welt von Kindern und Jugendlichen erzählen. Mit dabei in diesem Jahr ist das Buch „Schlau miteinander in die Zukunft“, das von der Klaus Tschira Stiftung herausgegeben wurde.

Am 10. September 2021 fand die Verleihung des Buchsiegels statt. Die Jury musste sich zwischen 380 eingereichten Büchern von mehr als 80 Verlagen in den Kategorien Bilderbuch, erzählendes Kinderbuch und Jugendbuch entscheiden. 150 erhielten das Siegel.

Die Autorinnen von „Schlau miteinander in die Zukunft“, Bettina Deutsch-Dabernig und Nikola Köhler-Kroath, beschäftigen sich in dem Mitmachbuch mit Kinderfragen aus der ganzen Welt. „Wir haben 66 Kinder aus 24 Ländern gefragt, was ihre Fragen, Sorgen, Wünsche, Träume und Erwartungen an die Zukunft sind“, so die Autorinnen. Dadurch liege es auf der Hand, dass dieses Buch eine große Vielfalt mit sich bringe.

„Schlau miteinander in die Zukunft“ ist in der Edition Klaus Tschira Stiftung erschienen und weckt – wie alle Bücher dieser Edition – bei Kindern Interesse für die Beschäftigung mit Naturwissenschaften, für das selbst Ausprobieren und Experimentieren. Mehr zu den Schlau-Büchern: https://www.klaus-tschira-stiftung.de/sachwissen-und-lesespass-fuer-schlaue-kinder/

Zum Hintergrund: Unsere Welt ist vielfältig – das ist eine Tatsache. Aber Kinder- und Jugendbücher spiegeln diese Vielfalt oft nicht wider. Vor mehr als drei Jahren haben der Inklusionsaktivist Raúl Krauthausen und die Journalistin Suse Bauer die Kinder- und Jugendbuchwelt durchforstet und analysiert – und aufgrund ihrer Recherche-Ergebnisse vor einem großen Publikum auf der re:publica darauf hingewiesen, dass es viel zu wenig Diversity und Inklusion in der Kinder- und Jugendliteratur gibt. Gemeinsam mit weiteren Aktivistinnen und Aktivisten organisierten sie das erste vielfältige Kinderbuchfestival KIMBUK und riefen KIMI, das Siegel für Vielfalt in Kinder- und Jugendbüchern ins Leben. Im Mai 2019 wurde das Siegel zum ersten Mal an 40 Kinder- und Jugendbücher verliehen.