17. September 2016

Jugend präsentiert Bundesfinale 2016

Beim Bundesfinale des diesjährigen Jugend präsentiert Wettbewerbs begeisterten die Finalisten heute Vormittag im Kino International mit ihren Präsentationen zum Thema „Mensch“ Jury und Publikum. Bei dem Vortragswettbewerb auf höchstem Niveau kürte die Jury die besten drei von sechs Präsentationen. Den ersten Platz sicherten sich Ann-Kathrin Kohler (12) und Amelie Vandeven (12) vom Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld mit der Präsentation „Der aufrechte Gang des Menschen -Wie ist das möglich und was hat es uns gebracht?“ und errangen somit den Bundessieg 2016. Mit ihrer Präsentation überzeugten sie nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum und erhielten zudem den Publikumspreis. Den zweiten Platz erreichte Tim Tu Schnabel (17), ebenfalls vom Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld, mit „Wie macht man einen genetischen Fingerabdruck?“. Mit „Die Grenzen des Menschen – Wie kommt es bei Piloten zum „Black Out?“ überzeugte Tobias Feuerbach (18) vom Sickingen-Gymnasium Landstuhl die Jury und belegte Platz drei. Die Sieger gewannen eine Städtereise nach Berlin mit Einblick in die Welt der Forschung und der Medien. Der Publikumspreis gewann zwei Tickets zu der Berliner Wissenschaftskonferenz Falling Walls.Bewertet wurden die Präsentationen durch eine Fach- und eine Publikumsjury. Während die Fachjury die Präsentationen nach einem festgelegten Kriterienkatalog prüfte, konnte das Publikum die Präsentationen per Punktvergabe bewerten. Dass das Niveau der Präsentationen hoch und somit das Rennen um die ersten Plätze eng war, bestätigte auch der Sprecher der Jury, Prof. Dr. Olaf Kramer vom Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen: „Wir haben heute sechs hervorragende Präsentationen gesehen. Es ist wirklich beeindruckend, wie sich die Teilnehmenden im Wettbewerbsverlauf vom Bewerbungsvideo bis zum wirklich souveränen Auftritt beim großen Finale weiterentwickelt haben.“

Sehr anschaulich und unter Einsatz vieler Modelle nahmen Ann-Kathrin Kohler und Amelie Vandeven das Publikum mit auf eine Reise durch die Evolution und zeigten auf, wie sich das Skelett des Menschen im Laufe der Zeit zugunsten des aufrechten Gangs verändert hat, und was das für Vorteile aber auch für zum Beispiel gesundheitliche Risiken mit sich bringt. Mit einer gut strukturierten und verständlich aufgebauten Präsentation erklärte Tim Tu Schnabel den genetischen Fingerabdruck und wie durch das DNA-Profil eines Menschen Verwandtschaften festgestellt werden können. Mit einem persönlichen Erlebnis führte Tobias Feuerbach das Publikum in sein Thema ein und erklärte, wie bei einem Looping im Flugzeug durch die Wirkung der Zentrifugalbeschleunigung im Körper ein Black Out ausgelöst werden kann.

Beim Präsentationswettbewerb 2016 wurden Schülerinnen und Schüler aufgerufen, dem Publikum eine Fragestellung zum Thema „Mensch“ informativ und spannend zu vermitteln. Dabei ging es nicht vorrangig darum, eine Powerpoint-Präsentation zu beherrschen, sondern viel mehr, selbstbewusst aufzutreten, mit Experimenten sowie rhetorischer Sicherheit das gewählte Thema anschaulich und kreativ zu präsentieren. Bereits am Freitag, 16. September 2016, mussten sich die Finalisten in einer Vorrunde an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin durchsetzen. In der Vorrunde gingen insgesamt 110 Schülerinnen und Schüler mit 81 Präsentationen in den Wettbewerb, um einen der begehrten sechs Plätze im Finale zu ergattern. Unter die besten Sechs schafften es auch Ben Brandwein (15) von der St. Ursula-Schule Hannover mit seiner Präsentation „Warum gibt es verschiedene Stimmlagen?“. Außerdem zogen in das Finale ein Melissa Frieß (13) und Carlotta Grützmacher (13) vom Matthias-Claudius-Gymnasium Hamburg mit „Wieso sehen wir Dinge anders als sie sind?“ und Simeon Giesen (17) vom Johanneum zu Lübeck mit „Vorsicht, genmanipulierter Mensch! – Wie beeinflusst die Gentherapie unsere Zukunft?“. Sie durften sich über einen Tagesausflug in eine Forschungseinrichtung in ihrer Nähe freuen.
Jährlich messen sich die Schülerinnen und Schüler im Wettbewerb Jugend präsentiert. Auch 2017 ist eine Teilnahme für Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen in Deutschland wieder möglich. Die

Bewerbung startet am 7. November 2016 und ist möglich bis 8. März 2017.

Für das Projekt Jugend präsentiert wurden am Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen Unterrichtsmaterialien und Lehrertrainings entwickelt, die bundesweit für alle Lehrerinnen und Lehrer der MINT-Fächer angeboten werden. Kooperationspartner ist Wissenschaft im Dialog, Berlin. Weitere Informationen: www.jugend-praesentiert.de.

Kontakt:
Kommunikation Projektbüro Jugend präsentiert
Friederike Gräßer
030 206229525
friederike.graesser@jugend-praesentiert.de

Die Klaus Tschira Stiftung wurde 1995 von dem Physiker Klaus Tschira gegründet. Sie fördert die Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik sowie die Wertschätzung der Öffentlichkeit für diese Fächer. Andere Jugendförderprojekte sind die naturwissenschaftlichen Erlebnistage Explore Science (www.explore-science.info), die frühe Förderung in Kindergarten und Grundschule (www.forscherstation.info) und der Einsatz digitaler Geomedien (www.gis-station.info). Sitz der Stiftung ist Heidelberg. www.klaus-tschira-stiftung.de
Die Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) bringt die Öffentlichkeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch. Sie wurde im Jahr 1999 auf Initiative des Stifterverbandes mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet. Wissenschaft im Dialog organisiert Ausstellungen, Wissenschaftsfestivals, Symposien und engagiert sich für die Diskussion und den Austausch über Forschung in Deutschland. www.wissenschaft-im-dialog.de

Am Seminar für Allgemeine Rhetorik an der Eberhard Karls Universität Tübingen werden Experten für strategische Kommunikation ausgebildet und rhetorische Phänomene auf wissenschaftlichem Niveau erforscht. Themenschwerpunkte am Seminar für Rhetorik sind unter anderem Argumentationstheorie, rhetorische Psychologie sowie virtuelle und multimediale Rhetorik.