Eine Herzensangelegenheit

Eröffnung Analysezentrum III

Eröffnung Analysezentrum III

Als eine Herzensangelegenheit bezeichnete der Stifter das Klaus-Tschira-Institute for Integrative Computational Cardiology, das Klaus Tschira am 23. Juni 2014 im Laborkomplex “Analysezentrum III” auf dem Neuenheimer Campus der Universität Heidelberg eröffnete. Der Bau des Laborkomplexes für das Universitätsklinikum wurde von der Dietmar-Hopp-Stiftung und der Klaus Tschira Stiftung ermöglicht. Neben dem Dietmar-Hopp-Stoffwechselzentrum und dem Klaus-Tschira-Institut befinden sich in dem Gebäude weitere Labore für Herzforschung im Rahmen des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung. Zusätzlich zu Bau und Infrastruktur richtete die KTS eine Stiftungsprofessur für Integrative Computational Cardiology ein.

In Klaus-Tschira-Institute for Integrative Computational Cardiology befassen sich Mediziner, Molekularbiologen, Bioinformatiker und Mathematiker mit den genetischen Grundlagen von Herzmuskelerkrankungen und möglichen Ansatzpunkten für neue Therapien. Der interdisziplinäre Forschungsansatz des Instituts ist deutschlandweit einzigartig. Die Verknüpfung von Informatik, Mathematik und Medizin ist notwendig, um die enormen Datenmengen, die bei Erbgut-Analysen von Herzpatienten anfallen, aufzuarbeiten, auszuwerten und in verständlicher Form zugänglich zu machen. Nur so können sie in Zukunft dazu beitragen, genetischen Ursachen von Herzmuskelerkrankungen auf die Spur zu kommen, ihren Verlauf nachzuvollziehen und passende Therapieverfahren zu entwickeln.

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Jazz x persönlich

Moderator und Jazz-Trompeter Thomas Siffling

Moderator und Jazz-Trompeter Thomas Siffling

Seit Oktober 2014 präsentiert die Klaus Tschira Stiftung die neue Talk- und Konzertreihe „Jazz x persönlich“. Bei der Veranstaltungsreihe ist jeweils eine Persönlichkeit aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft oder Kultur zu Gast. Nach einem Talk mit dem bekannten Jazz-Trompeter Thomas Siffling, der 2005 mit dem Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde, gibt der jeweilige Gast selbst ein Konzert. Bei „Jazz x persönlich“ möchte die Klaus Tschira Stiftung mit Musik die Menschen für die Wissenschaft oder die Wirtschaft begeistern.

Veranstaltungsort der ersten Veranstaltungen war das Schwetzinger Schloss. Danach fand „Jazz x persönlich“ im SAP AppHaus, auf dem historischen Landfried-Gelände in Heidelberg statt. Die 5. Runde der Musik-Talkreihe startet am 18. September 2018 mit dem TV- und Sternekoch Vincent Klink im neuen Jazz Club Ella & Louise  in Mannheim.

Bei der ersten Runde von „Jazz x persönlich“ waren u.a. der TV- und Sternekoch Vincent Klink, der Opernsänger Marc Marshall oder der Professor für Wirtschaftsinformatik August Wilhelm Scheer mit dabei. Die zweite Runde eröffneten im November 2015 die Unternehmer und Brüder Brenninkmeijer. Weitere Gäste waren der Fotograf Horst Hamann oder Michael Herberger, der ehemaligen Produzenten der Söhne Mannheims. Im Februar 2018 traf Wissenschaft auf Musik und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer war zu Gast bei Jazz x persönlich. Aber auch der ZEIT-Redakteur Manuel J. Hartung und die Pianistin Anke Helfrich oder der Kabarettist Arnim Töpel waren schon zu Gast.

Weitere Termine sind geplant.

Effekte zum Staunen

Von Chaosbällen bis zur Corioliskraft – an 18 Mitmachstationen können große und kleine Entdecker bei der Wanderausstellung „Effekthascherei“ mathematische und naturwissenschaftliche Phänomene erleben. Die Besucher können selbst anpacken, kurbeln oder den Blickwinkel ändern, um eine überraschende Wirkung zu erhaschen. Wer die Experimente genau beobachtet, kann eigenständig die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge aufdecken. Effekthascherei ist eine Gemeinschaftsausstellung von MINTaktiv e.V., einem Zusammenschluss von deutschen Technikmuseen und Science Centern. Die Klaus Tschira Stiftung fördert die Präsentation und Umsetzung der Wanderausstellung, die durch ganz Deutschland tourt.

Das Corioliskarussell © Technoseum

Das Corioliskarussell © Technoseum

Erstmals wurde sie von September bis November 2014 im Technoseum Mannheim präsentiert und begeisterte dort über 30.000 Besucher. Neu ist die Auswahl der Exponate: Mitglieder von MINTaktiv konnten ihre Ideen für interaktive Mitmachstationen einreichen, eine Jury hat aus den Bewerbungen die besten und spannendsten ausgesucht, die nun bei der Wanderausstellung zu sehen sind.

Das Runde muss ins Eckige

Team-Building der besonderen Art: Elf Mitarbeiter der KTS und ihrer Tochterstiftung HLFF machten sich im Mai 2014 auf den Weg nach Essen, um am Ruhr-Cup teilzunehmen. Jährlich treten beim Ruhr- Cup Stiftungen gegeneinander an, um für einen guten Zweck Fußball zu spielen. Die Startgebühr jeder Mannschaft geht dabei in vollem Umfang an eine gemeinnützige Einrichtung, die jedes Jahr neu ausgewählt wird. Das Stiftungs-Benefiz-Turnier wird von der Stiftung Mercator, der VolkswagenStiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft organisiert. Eine der wichtigsten Regeln des Turniers ist, dass zu jedem Zeitpunkt des Spiels mindestens eine Frau auf dem Spielfeld ist – was im Gegensatz zu anderen Mannschaften bei fünf Frauen im KTS-HLFF-Team überhaupt kein Problem war. Nicht ganz unversehrt, aber stolz reiste das Team, mit dem 10. Platz in der Tasche, wieder zurück nach Heidelberg.

Mercator_RuhrCup_sRGB_Gruppen_04Auch 2016 hat wieder ein Team der KTS am Ruhr-Cup in Essen teilgenommen.