Ran an die Naturphänomene!

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Mit Kindern die Welt entdecken

Es begann mit der Idee: Wenn man es schaffen könnte, bereits Kindergartenkinder für Naturphänomene zu begeistern, dann würden diese sich später möglicherweise mehr für Naturwissenschaften interessieren. 2005 gab die KTS der Idee Gestalt und initiierte ein Pilotprojekt, an dem vier Heidelberger Kindergärten teilnahmen. In Kursen an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg lernten Erzieher aus diesen Einrichtungen, wie sie gemeinsam mit den Kindern Naturphänomene entdecken und beobachten können: neuen Fragen gemeinsam nachgehen, alltäglichen Phänomenen nachforschen, etwas ausprobieren und eigene Schlüsse ziehen. Rasch stieg die Zahl der Kindergärten, die an dem neuen Fortbildungsangebot interessiert waren und das Angebot wurde auch für Grundschullehrkräfte erweitert. Seit 2009 heißt das Projekt Forscherstation, Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung. Im Jahr 2012 wurde daraus eine eigenständige gemeinnützige GmbH und ein An-Institut an der Pädagogischen Hochschule.

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Forscherkisten zum Ausleihen

In den Fortbildungen lernen die Teilnehmer didaktische und methodische Umsetzungsmöglichkeiten kennen, die sie leicht in den Alltag von Kindergarten und Grundschule übertragen können. Seit 2006 haben knapp 1.200 Teilnehmer aus rund 250 Kindergärten und Grundschulen die kostenlosen Fortbildungen besucht. Das Besondere an der Forscherstation ist die enge Verknüpfung von Praxis und Forschung. Neben den Fortbildungen bietet die Forscherstation auch eine Materialbibliothek an, in der sich pädagogische Fachkräfte aus Kindergarten und Grundschule „Forscherkisten“ zu verschiedenen naturwissenschaftlichen Themen ausleihen können. Seit 2007 wurden mehr als 3.600 „Forscherkisten“ ausgeliehen.

Kosmos im Kopf

© Jörg Gläscher

Hirnforschung im Deutschen Hygiene-Museum © Jörg Gläscher

 

 

 

Das menschliche Gehirn ist die wohl komplizierteste Struktur im Universum. Jede einzelne der 100 Milliarden Zellen bildet Verknüpfungen mit jeweils 10.000 anderen. Dieses gigantische Netzwerk verarbeitet Sinneseindrücke, Erfahrungen und Gefühle. Seit Mai 2005 zeigt ein ganzer Raum im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden, wie die moderne Hirnforschung versucht, diesen „Kosmos im Kopf“ zu ergründen. Die Einrichtung des Raums „Erinnern – Denken – Lernen“, der zu der Dauerausstellung – Abenteuer Mensch – zählt, ermöglichte die KTS. Hunderttausende besuchen jährlich das Deutsche Hygiene-Museum, das bekannt ist für seine hervorragende Vermittlung wissenschaftlicher Fragestellungen und kultureller Bildung.