Gründung

Am Freitag, den 22. Dezember 1995, gründete der Physiker Klaus Tschira mit privatem Vermögen die Klaus Tschira Stiftung als gemeinnützige GmbH. Heute zählt die KTS zu den großen gemeinnützigen Stiftungen Europas.

Klaus Tschira, Beate Spiegel, Geschäftsführerin der Klaus Tschira Stiftung, Heidelberg, 04.09.12 Foto:Tim Wegner

Klaus Tschira und Beate Spiegel

Die Klaus Tschira Stiftung fördert Naturwissenschaften, Mathematik sowie Informatik und möchte die Wertschätzung für diese Fächer in der Gesellschaft steigern. Hierzu entwickelte Klaus Tschira mit seinen Mitarbeitern drei Förderschwerpunkte: Bei Kindern und Jugendlichen möchte die Stiftung das Interesse an Naturphänomenen und –wissenschaften wecken und fördern. In universitären und außeruniversitären Einrichtungen werden Forschungsprojekte unterstützt. Um die Wissenschaftskommunikation voran zu bringen, fördert die KTS u.a. die Kommunikationskompetenz von Wissenschaftlern. In allen Bereichen verwirklicht die Stiftung eigene Projekte, vergibt aber auch Fördermittel.

Villa Bosch, Sitz der KTS

Villa Bosch, Sitz der KTS

In den ersten Jahren betrieb Geschäftsführer Klaus Tschira die Stiftung neben seiner SAP-Vorstandstätigkeit. Nach seinem Wechsel in den SAP-Aufsichtsrat arbeitete Klaus Tschira mit ganzer Kraft für seine Stiftung. Seit dem 1. Juli 1997 unterstützte ihn Beate Spiegel, die erste Stiftungs-Mitarbeiterin, beim Aufbau der KTS. Am 1. Juli 2011 wurde sie Mit-Geschäftsführerin. Am 31. März 2015 starb Klaus Tschira unerwartet. Seither leitet Beate Spiegel die Klaus Tschira Stiftung gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Harald Tschira und Udo Tschira.

Der erste öffentliche Auftritt der Stiftung war am 11. Juli 1997 die Einweihung der Heidelberger Villa Bosch. Diese hatte Klaus Tschira bereits 1994 als künftigen Sitz für seine Stiftung erworben. In der Villa lebte einst der Chemie-Nobelpreisträger (1931) Carl Bosch. Von 1967 bis 1995 betrieb der Süddeutsche Rundfunk hier das Studio Heidelberg-Mannheim, bevor dieses in das neue Studio in Mannheim umzog. Das Studio wurde später umgebaut und modernisiert. Heute dient es als Tagungszentrum.

Das Logo der Klaus Tschira Stiftung zeigt die Lösung des Neun-Punkte-Problems. Die Aufgabe besteht darin, die in einem Quadrat angeordneten Punkte durch vier gerade Linien zu verbinden, ohne den Stift abzusetzen. Nur wer hier über die Grenzen des Quadrats hinaus denkt, findet die Lösung. Außerhalb eines vorgegebenen Rahmens zu denken – das ist auch der KTS wichtig, um ihre Stiftungsziele zu erreichen.