Klaus-Tschira-Archäometrie-Zentrum

Den Brückenschlag zwischen Naturwissenschaften und Archäologie schafft das Klaus-Tschira-Archäometrie-Zentrum im Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim. Die Archäometrie umfasst alle naturwissenschaftlichen Methoden, die zur Klärung archäologischer und teilweise auch historischer Fragestellungen angewendet werden. Damit können Alter und Echtheit beispielsweise von Kunstwerken oder archäologischen Funden bestimmt werden.

 

KTL-+Targets+pressen+14CIm Klaus-Tschira-Zentrum-Archäometrie werden verschiedene naturwissenschaftliche Methoden eingesetzt – von der Isotopengeochemie für die Herkunftsbestimmung von verschiedenen Metallen bis zur Untersuchung von organischen Resten aus Mensch, Tier oder Pflanze. Mit der Radiokarbonmethode (auch Radiokohlenstoffdatierung oder 14C-Datierung genannt) messen die Wissenschaftler in einer Probe den Gehalt an radioaktivem Kohlenstoff 14C und können dadurch das Alter der Probe bis zu 50.000 Jahren bestimmen. Die Untersuchungen finden auf höchstem wissenschaftlichen Niveau mit neuesten Geräten statt. 2012 wurde das Zentrum um eine Graphitisierungsanlage und eine Gasquelle erweitert.

Als erste Einrichtung im Rahmen der Archäometrie-Förderung eröffnete die KTS 2010 das Klaus-Tschira-Labor für physikalische Altersbestimmung im Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie der Reiss-Engelhorn-Museen. Heute ist es als Klaus-Tschira-Zentrum- Archäometrie an der Universität Heidelberg Kernstück des größten deutschen Archäometrie-Zentrums: der zu den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen gehörenden Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie gGmbH. 2014 richtete die Klaus Tschira Stiftung zudem eine Stiftungsprofessur für Ernst Pernicka am Institut für Geowissenschaften der Universität Heidelberg ein.