Heidelberg Institute for Geoinformation Technology

Die Klaus Tschira Stiftung fördert den Aufbau des Heidelberg Institute for Geoinformation Technology (HeiGIT) an der Universität Heidelberg. Mit dem neuen Projekt sollen Wissen und Technologie aus der Geoinformatik-Grundlagenforschung in die Praxis gelangen. Dazu gehört die Analyse von großen Datenmengen, die z.B. Verkehrsströme in einer bestimmten Region aufdeckt, oder die Nutzung von Geodaten in Katastrophenfällen, um etwa nach Erdbeben Rettungsteams zu den Einsatzorten zu lotsen.  Das Team widmet sich vor allem drei Themenbereichen: „Ortsbezogene Dienste“ (zu denen beispielsweise Routenplaner wie OpenRouteService.org gehören), „Big Spatial Data Analysis“ (die Analyse von großen Datenmengen, die z.B. Verkehrsströme in einer bestimmten Region aufdeckt) und „Geoinformation für Humanitäre Hilfe“ (die Nutzung von Geodaten im Katastrophenfall).

Nicht nur im Katastrophenmanagement, zur Gesundheitsplanung oder für das Umweltmonitoring sind neueste Methoden zur Gewinnung und Verarbeitung von Geodaten aus sehr großen und heterogenen Datenquellen unerlässlich. Auch in der Stadt- und Regionalplanung, etwa bei der Verkehrsplanung oder Mobilitätsforschung, sind sie unerlässlich. Dazu zählt auch die automatisierte Auswertung von Daten aus sozialen Medien, an der das Heidelberg Institute for Geoinformation Technology forschen wird. Diese Informationen ergänzen die bisherigen Datenquellen von amtlichen Stellen und aus Satelliten- oder Luftbildern, um ein reichhaltigeres Gesamtbild zu schaffen.