Mit der Forscherstation, dem Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung, richtet sich die Klaus Tschira Stiftung an pädagogische Fachkräfte. Eigens konzipierte Fortbildungskurse bereiten diese darauf vor, gemeinsam mit den Kindern Naturphänomene zu erkunden.

Forscherstation_Kita_20121211_ (46 von 206)Die Forscherstation wurde 2009 von der KTS an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg gegründet. 2012 wurde aus dem Projekt eine selbständige gGmbH und ein An-Institut der PH Heidelberg.

Es begann mit der Idee: Wenn man es schaffen könnte, bereits Kindergartenkinder für Naturphänomene zu begeistern, dann würden diese sich später möglicherweise mehr für Naturwissenschaften interessieren. 2005 gab die KTS der Idee Gestalt und initiierte ein Pilotprojekt, an dem vier Heidelberger Kindergärten teilnahmen. In Kursen an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg lernten Erzieher aus diesen Einrichtungen, wie sie gemeinsam mit den Kindern Naturphänomene entdecken und beobachten können: neuen Fragen gemeinsam nachgehen, alltäglichen Phänomenen nachforschen, etwas ausprobieren und eigene Schlüsse ziehen.

Rasch stieg die Zahl der Kindergärten, die an dem neuen Fortbildungsangebot interessiert waren und das Angebot wurde auch für Grundschullehrkräfte erweitert.In den Fortbildungen lernen die Teilnehmer didaktische und methodische Umsetzungsmöglichkeiten kennen, die sie leicht in den Alltag von Kindergarten und Grundschule übertragen können.

Das Besondere an der Forscherstation ist die enge Verknüpfung von Praxis und Forschung. Zusätzlich können die pädagogische Fachkräfte in der Materialbibliothek „Forscherkisten“ ausleihen. Diese Kisten enthalten Vorschläge und Materialien, wie ein konkretes Naturphänomen im Alltag mit Kindern entdeckt werden kann.