Patenschaft für Flachlandgorilla
des Heidelberger Zoos

Bobo, das
Patentier der Klaus Tschira Stiftung
Foto: Zoo
Heidelberg/Florian Schulz
Bobo, der Flachlandgorilla
des Heidelberger Zoos, ist das neue Patentier der Klaus Tschira Stiftung.
Bislang hatte die Stiftung die Patenschaft für Jambo, ein Breitmaulnashorn
im Heidelberger Zoo übernommen. Doch der Nashornbulle ist Ende
August in einen Zoo in der Nähe von Nantes in Frankreich umgezogen.
In einem großen Freigehege soll er dort mit zwei Nashorndamen
dazu beitragen, dass die bedrohte Tierart nicht ausstirbt. In Heidelberg
war das Gehege zu klein, um eine Zuchtgruppe von Nashörnern zu
halten.
Bobo ist am 1.6. 1992 im
Berliner Zoo geboren und lebt seit Ende Februar 2000 im Heidelberger
Zoo. Er ist hier das einzige Gorillamännchen. In seinem Harem leben
zwei junge Weibchen, Doba und Chuma. Als bedrohte Tiere sind auch sie
in das Europäische Erhaltungszuchtprogramm integriert. Die Heimat
des Menschenaffen ist Afrika (Kamerun, Gabun, Kongo). Flachlandgorillas
leben im tropischen Regenwald, vorwiegend auf dem Boden. Sie ernähren
sich von Blättern, Schößlingen und jungen Trieben, sind
also reine Vegetarier. Vor Menschen weichen sie normalerweise aus. Sie
werden jedoch gejagt, um als Lieferanten für "Bush meat"
zu dienen: Fleisch wildlebender Tierarten, dessen Verzehr in West- und
Zentralafrika zu einem Statussymbol geworden ist.
Mit der Übernahme der
Patenschaft finanziert die Klaus Tschira Stiftung Bobos Futter, seine
Betreuung und Beschäftigung durch den Pfleger sowie die ärztliche
Versorgung. Mit ihrer Förderung führt die Stiftung, die ihren
Sitz in der Villa Bosch in Heidelberg
hat, auch eine Tradition fort: Carl Bosch, der frühere Besitzer
der Villa und Nobelpreisträger für Chemie, war Mitbegründer
und großzügiger Förderer des Heidelberger Zoos.