Nach zweijähriger Planung wurde am 31. August 2005 das "Kinderhaus der Universität Heidelberg" eröffnet. Mit Unterstützung der Klaus Tschira Stiftung gGmbH und weiteren Förderern konnten 25 zusätzliche Krippenplätze geschaffen werden, von denen in Zukunft vor allem Eltern profitieren werden, die an der Universität forschen und arbeiten.
Mit ihren flexiblen Öffnungszeiten passt sich die Betreuungseinrichtung an die Arbeitszeiten der Wissenschaftler an. Da Teilzeitarbeit im wissenschaftlichen Alltag mit all seinen Labortätigkeiten, Teamsitzungen und Kongressen kaum möglich ist, mussten die Akademiker bislang beruflich häufig Abstriche machen. Gerade von Wissenschaftlern wird erwartet, dass sie sich mit überdurchschnittlich hohem Zeitaufwand engagieren und auch abends oder am Wochenende arbeiten. Gängige Betreuungsangebote für Kleinkinder, die in der Regel nur vormittags zur Verfügung stehen, scheiden somit als Unterstützungsmaßnahmen aus. Mit der Eröffnung des Kinderhauses wird nun die besonders schwierige Betreuung von Kindern unter drei Jahren deutlich verbessert. Die Wissenschaftler erhalten dadurch die Möglichkeit, weiterhin in ihrem Forschungsgebiet tätig sein ohne Nachteile durch ihr Elternsein in Kauf nehmen zu müssen.
Die Kinderkrippe ist dabei nicht ausschließlich für den akademischen Nachwuchs vorgesehen, sondern sie steht auch anderen interessierten Eltern aus Heidelberg zur Verfügung. Sie befindet sich in einem Gebäude des Studentenwerks im Neuenheimer Feld, in dem eine Vielzahl von Universitätsinstituten angesiedelt ist. In dem Haus befindet sich auch die Kinderkrippe von Studierendenkindern. Die Lage ist ideal, da das Anwesen zudem über einen hübschen Garten verfügt und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Bereits vor der Einweihung lagen doppelt so viele Anmeldungen wie Plätze für die neue Einrichtung vor.